Schule, Freunde und ein Trip nach Cork

Vor einer Woche bin ich bei meiner Gastfamilie angekommen und in dieser einen Woche habe ich schon so viele verschiedene Erfahrungen gemacht, dass jetzt einfach mal wieder ein neuer Blogeintrag fällig ist. Also, los geht’s bei meinem ersten Schultag.

Wenn in einem Film oder Buch ein neue(r) Schüler/in in die Klasse kommt, verstummen alle und drehen sich zu ihm/ihr um und fangen dann auch noch an zu tuscheln. Genau so kam es mir vor, als ich am Mittwoch das Klassenzimmer betrat und die Lehrerin mich vorstellte. Die Sache mit dem Tuscheln hab ich mir aber eher nur eingebildet 😉

Zum Glück haben sich ein paar Mädchen gleich meiner angenommen und mich überall hin mitgenommen und auch beim Lunch saßen wir zusammen in einem nahe gelegenen Park, von wo aus man einen tollen Blick auf den Hafen und das Meer hat. Gestern war ich mit diesen Mädchen auch nach der Schule noch in der Stadt und kann nun ( mit ein wenig Stolz) verkünden, dass meine ersten Freunde Iren sind. Alle haben mir gesagt, dass meine ersten Freunde andere Austauschschüler sein werden und erst nach ein paar Monaten, Iren hinzukommen werden. Aber nun, siehe da!

Gestern war ich außerdem mit einer anderen Austauschschülerin zusammen in Cork. Dort haben wir den berühmten English Market besucht, eine Hop on/Hop off- Tour gemacht und waren anschließend in einem sehr süßen Café, in dem man zu jedem Getränk einen kleinen Windbeutel serviert bekommt und in dem es überall nach frisch gebackenen Waffeln riecht. Einfach herrlich!

Auch in den kommenden Wochen und Monaten werden viele Ausflüge anstehen, da ich hier in Irland im sogenannten Transition Year bin ( eine Art Zwischenjahr, das zur Persönlichkeitsentfaltung beitragen soll). Der erste Ausflug wird ein Surftrip sein, auf den ich mich schon mega freue, da ich schon immer mal surfen ausprobieren wollte. Außerdem sollen wir übers Jahr ein Scrapbook gestalten, ein Tagebuch führen und an einem Projekt teilnehmen, bei dem man pro Woche eine Stunde einer physischen Tätigkeit nachgeht, eine Stunde eine ehrenamtliche Arbeit verrichtet und eine Stunde in irgendeinem Verein verbringt, wie zum Beispiel Theater, singen oder Kunst.

Da ich zudem noch überlege an den Cambridge exams im Juni teilzunehmen, steht mir also ein arbeitsreiches, aber auch aufregendes Jahr bevor.

So, das war’s erst mal von mir, in ein paar Stunden breche ich mit meiner Gastfamilie zu einer Wattwanderung auf, ich bin ja mal gespannt…

Bis dahin, bis zum nächsten Eintrag,

eure (sehr beschäftigte, aber glückliche) Milena ❤

Welcome to Ireland

Dadada dada (das soll Trommelwirbel symbolisieren), stolz kann ich verkünden, euch hier und heute das erste Update aus Irland präsentieren zu können.

Es fühlt sich an, als wäre ich schon ewig in Irland und gleichzeitig, als wäre ich erst gestern angekommen. Das ist deshalb so, weil ich einerseits ja wirklich noch nicht so lange hier bin und andererseits in den letzten Tagen so viel passiert ist. Aber von vorn:

Am Mittwoch musste ich sehr früh aufstehen (3 Uhr) und ich fuhr mit meiner Mutter und drei Freundinnen zum Flughafen. Komischerweise war ich so gut wie gar nicht nervös, als ich durch die Sicherheitskontrolle gegangen war, liefen mir zwar ein paar Tränen über die Wange, aber mit einem heißen Cappuccino in der Hand, sah alles gleich wieder ganz anders aus und ich konnte dann auch schon bald in Flugzeug steigen. Während des Flugs habe ich mein Abschiedsbuch gelesen und abwechselnd gelacht und Trauer empfunden. Allerdings überwog am Ende die Vorfreude.

In Dublin angekommen habe ich gleich einmal zwei andere Mädchen getroffen, die auch ein Auslandsjahr machen und mit der selben Organisation da sind. Nachdem noch andere Schüler angekommen waren, sind wir gemeinsam mit einem Betreuer zu einer Universität in Dublin gefahren, wo wir während der ersten Tage wohnten ( in Dublin nahm ich am Soft Landing Camp teil, das sind ein paar Tage mit anderen Austauschschülern, die zur Vorbereitung dienen sollen).

In den kommenden Tagen besuchten wir eine Farm, machten eine Sightseeing tour durch Dublin und hatten ein paar Workshops zur irischen Kultur. In dieser Zeit habe ich viele neue Menschen kennengelernt und stehe auch mit zwei Mädchen immer noch in Kontakt.

Gestern Abend bin ich dann bei meiner Gastfamilie angekommen und wir waren Pizza essen. Da gestern mein Geburtstag war, kamen dann plötzlich zwei Kellnerinnen und brachten mir einen Brownie mit einer Kerze drin und alle sangen Happy Birthday.

Heute sind wir dann an den Strand gefahren, wo wir gepicknickt haben und drehten eine kleine Runde durch die Stadt. Ich finde die Stadt wirklich wunderschön, besonders den Hafen und ich bin wirklich froh, hier 10 Monate verbringen zu dürfen.

Morgen werde ich dann meine Schuluniform kaufen gehen und ich werde meine Fächer wählen können.

Ich melde mich spätestens wieder, wenn ich meinen ersten Schultag hatte. Bis Bald,

Eure Milena ❤

Der letzte Tag

Nichts macht so viel Angst wie ein Neuanfang. Und nichts bietet mehr Chancen.

Ich kann es gar nicht fassen, morgen steige ich in ein Flugzeug nach Dublin! Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen und ich habe mich bereits von fast allen verabschiedet. Heute war ich nochmal mit meiner Schwester auf einem Berg in unserer Region und heute Abend kommen drei meiner Freundinnen, die dann bei mir übernachten und mich morgen noch zum Flughafen bringen. Eigentlich sollte ich jetzt wahrscheinlich vor Nervosität nicht mehr still sitzen können und vielleicht auch einen kleinen Nervenzusammenbruch haben. Doch ich bin irgendwie, seit ich gestern Abend mit meiner Gastfamilie telefoniert habe, von einer „inneren Ruhe“ und Freude erfasst. Denn tief in meinem Inneren weiß ich, dass ich das Richtige mache und, dass ein tolles Jahr vor mir liegt.

Mein Flug geht morgen schon sehr früh, weshalb ich mitten in der Nacht aufstehen muss, aber dann bin ich vielleicht so übermüdet, dass ich gar nicht richtig realisiere, dass ich meine Freunde und meine Familie jetzt zehn Monate lang nicht sehen werde 😉

Aber wie gesagt, im Moment freue ich mich einfach darauf, endlich im Flugzeug zu sitzen und mein Abschiedsbuch lesen zu können, Dublin zu erkunden und einfach ein tolles Jahr vor mir zu haben.

Also, der nächste Beitrag wird dann schon aus Irland kommen und damit verabschiede ich mich aus Deutschland: Adventure awaits!

Eure Milena ❤

Meine Gastfamilie

Viele Austauschschüler warten gefühlt eine Ewigkeit bis sie endlich über ihre Gastfamilie schreiben können. Bei mir ist die Reihenfolge anders herum: zuerst die Gastfamilie bekommen, dann einen Blog starten. Allerdings kann ich mich noch sehr genau an den Moment erinnern, in dem ich erfahren habe, dass meine Organisation meine Gastfamilie gefunden hat. Und deshalb kommt heute ein Blogeintrag über meine Gastfamilie.

Also, ich habe meine Gastfamilie am 3. Juli bekommen, drei Monate nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt habe. In der Schule wurde ich davor gefühlt täglich gefragt, ob ich denn jetzt endlich meine Gastfamilie hätte und bis zu diesem Tag musste ich jedes Mal wieder mit nein antworten, und ich stellte verschiedenste Theorien auf, warum ich denn noch keine Gastfamilie hatte. War mein Brief schlecht geschrieben? Hatte ich mich zu spät beworben? Passte einfach keine Familie zu mir?

Zu diesem Zeitpunkt war ich dann also so verunsichert, dass ich mich unglaublich gefreut habe, endlich eine Gastfamilie zu haben und es auch sofort sämtlichen Freunden und Familienmitgliedern mitteilen musste.

Hier erst mal die Basisinformationen:

Meine Gastfamilie besteht aus meinen Gasteltern, beide um die 40, meiner fünfjährigen Gastschwester, noch einer anderen Austauschschülerin aus Italien und zwei super süßen Hunden. Sie wohnen in einem schönen Haus mit großem Garten in Dungarven, Waterford. Das liegt 75 km von Cork entfernt und ist direkt an der Küste, was mich sehr gefreut hat. Gemeinsam kochen sie gerne und gehen mit den Hunden am Strand spazieren.

Meine Hostmum ist Theaterlehrerin und liebt alles was damit zu tun hat (singen, tanzen und eben Theater spielen). Mein Hostdad hat sein eigenes Cider- Geschäft und macht in seiner Freizeit gerne Sport und hört Musik. Und meine kleine Gastschwester tanzt und singt ebenfalls gerne und mag alles, was mit Prinzessinnen zu tun hat 🙂

Über meine italienische Gastschwester habe ich leider noch keine wirklichen Informationen.

So, das war erst mal alles. Ich werde wahrscheinlich in den nächsten Tagen auch noch einen Blogbeitrag über meine Schule und vielleicht auch über meinen Ort oder meine Organisation verfassen. Wenn das irgendjemanden interessiert, schreibt es gerne in die Kommentare, dann weiß ich Bescheid.

Und bis dahin, noch eine schöne Woche.

Eure Milena ❤

Warum ich einen Blog starte

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Bloggen: über ein Thema schreiben und sich mit verschiedenen Menschen darüber austauschen

Das klingt so einfach und trotzdem habe ich nicht wirklich eine Idee, wie ich diesen Eintrag starten soll. Vielleicht hätte ich diesen Beitrag „Mein allererster Blogeintrag“ oder „Wieso ich blogge, obwohl ich nicht weiß wie so etwas funktioniert und ich ziemlich uninformiert bin“ nennen sollen, oder vielleicht werde ich auch in einem halben Jahr immer noch der einzige Mensch sein, der das hier liest. Aber vielleicht auch nicht und auf dieses „vielleicht auch nicht“ möchte ich mich konzentrieren. Wenn ich auch nur eine Person durch diesen Blog inspiriere oder motiviere, dann war dieser Blog nicht umsonst und ich habe mein Ziel erreicht.

Wie ich in dem Beitrag „about me“ (https://hierundda.home.blog/about-me/) geschrieben habe, werde ich die kommenden zehn Monate in Irland verbringen, ich werde dort bei einer Gastfamilie leben, zur Schule gehen und hoffentlich ein tolles Jahr haben, mit vielen neuen Freunden und Erlebnissen.

In den kommenden Beiträgen werde ich über meine Gastfamilie, meine Schule, mein Beweggründe ein Auslandsjahr zu machen und dann, sobald ich in Irland bin, über meine Erfahrungen dort berichten.

Mir ist bewusst, dass es viele Blogs über Auslandsjahre gibt und ich mich in eine lange Schlange von Bloggern einreihe, aber vielleicht kann ich ja irgendjemanden damit weiter helfen oder dazu motivieren auch ins Ausland zu gehen.

So, das war’s erst mal von mir, aber der nächste Blog-Beitrag wird sicher bald kommen, da ich diesen Text jetzt gerade in 15 Minuten runtergekippt habe und es mir jetzt schon Spaß macht ;).

Also, bis bald!

Eure Milena ❤

P.S. Heute sind es noch genau 19 Tage bis es los geht!